Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren: Die Gesundmacher
Omega-3-Fettsäuren sind absolut notwendige Fettsäuren, die der
Körper nicht produzieren kann. Sie müssen von außen zugeführt werden. Es
handelt sich dabei um langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die
viele positive Effekte auf den Organismus haben, wenn sie in
ausreichender Menge im Körper vorhanden sind: auf Nerven und Gehirn, auf
das Herz-Kreislauf-System, auf den Schwangerschaftsverlauf und auf die
Augen, um nur einige zu nennen.
Viele dieser positiven Effekte wurden mittlerweile wissenschaftlich
untermauert.
Als grobe Richtlinien werden genannt, dass Erwachsene zwischen 200 mg
und 3,8 g am Tag zu sich nehmen sollten. Ein bis zwei Prozent der
täglichen Energiezufuhr sollten aus Omega-3-Fettsäuren bestehen. Manche
Ratgeber geben als Tipp, einfach täglich zwei Teelöffel Leinöl zu sich
zu nehmen, um Arteriosklerose und Rheuma vorzubeugen.
Dabei ist es nicht nur wichtig, dass genügend Omega-3-Fettsäuren dem
Körper zur Verfügung stehen, sondern auch, in welchem Verhältnis diese
zu den Omega-6-Fettsäuren stehen. Idealerweise sollte das Verhältnis 1 :
5 betragen, so verschiedene Studien, die Wirklichkeit in Deutschland
aber zeigt ein Verhältnis von 1 : 7. In anderen Ländern, zum Beispiel
Japan, wo viel Fisch gegessen wird, ist dies anders. Doch dieser Umstand
ist deswegen problematisch, weil dadurch zu viel Omega-3-Fettsäuren
sozusagen für andere Prozesse im Körper absorbiert werden.
Gesundheitliche Auswirkungen
Schwangerschaft
Natürliche Prozesse im Mutterkuchen zielen darauf ab, das Ungeborene mit
zehn bis elf Prozent Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Falls die werdende
Mutter nicht genügend dieser Fettsäuren zu sich nimmt, wird sozusagen
Raubbau an ihrem Körper betrieben. Eine Folge können
Wochenbettdepressionen sein.
Herz-Kreislauf-System
Wissenschaftler haben festgestellt, falls die Omega-3-Fettsäuren im
Körper unter vier Prozent liegen, dann eine zehnfach höhere
Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein plötzlicher Herztod eintritt.
Besser wäre eine Omega-3-Index von mindestens acht Prozent.
Neurologie und Psychiatrie
Omega-3-Fettsäuren wirken, so hat sich herausgestellt, auf Dopaminprozesse
(Botenstoffe) im Gehirn, beeinflussen das hormonelle System, verändern
den Informationsaustausch zwischen Körperzellen positiv und fördert die
Synapsenbildung im Gehirn.
Erwiesen wurde daher, dass diese Verbindung mehrfach ungesättigter
Fettsäuren einen positiven Effekt haben kann auf eine mögliche
Alzheimer-Erkrankung, auf Psychosen, auf Borderline-Störungen, auf
Depressionen, sogar auf Schizophrenie, die als unheilbar und schwer
behandelbar gilt. Zudem steigt die Gefahr der Suizidalität, wenn zu
wenig Omega-3 vorhanden ist.
Günstige Lebensmittel
Fisch
Als geeignete, direkte Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren gelten zum
einen bestimmte Fischarten wie Lachs, Makrele, Sardine oder atlantischer
Hering. Rindfleisch etwa enthält nur wenig dieser wertvollen Fettsäuren,
wobei das Verhältnis bei Weidehaltung deutlich besser ist.
Speiseöle
Günstig sind Walnussöl, Hanföl, Rapsöl oder Chiaöl. Doch den höchsten
Gehalt an Omega-3-Fettsäuren haben Leinsamen bzw. Leinöl. Hier liegt der
Index über 60 Prozent. Hinzu kommt bei Leinöl noch ein weiterer
günstiger Umstand: Es beinhaltet eine Mischung von 1 : 3 im Blick auf
das Verhältnis von Omega-6 und Omega-3. Ein optimales Verhältnis, um das
ansonsten meist herrschende Ungleichgewicht zwischen den Fettsäuren
wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Alte Rezepte und beliebte Gerichte
wie Leinöl mit Kartoffeln sind also perfekt. Gut ist auch die bekannte
Mischung mit Quark.
Es gibt durchaus Lebensmittel, die mittlerweile mit Omega-3 angereichert
werden. Doch die natürlichen Lebensmittel sorgen dafür, dass wiederum
nicht zuviel davon aufgenommen wird. Deswegen sind sie gegenüber
künstlich gepeppter Nahrung zu bevorzugen. Und unter den natürlichen
Lebensmittel steht Leinöl auf Platz eins.
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Omega 3 Fettsäure
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